News...

Wir haben jetzt ein Spendenkonto via Paypal eingerichtet! 

Anmeldung



User

Mitglieder : 359
neustes Mitglied : RooNEY
Online : 1
Monat : 1 Registrierungen

Spende...

Partner


Willkommen, Besucher
Bitte anmelden oder registrieren.    Passwort vergessen?

Thermoplast-Acryllacke
(1 Leser) (1) Besucher
Zum Ende gehenSeite: 123
THEMA: Thermoplast-Acryllacke
#8015
Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 9 Monaten Karma: 16
Thermoplast-Acryllacke sind als Untergrund unter Lackierern besonders gefürchtet, insofern diese überhaupt den Untergrund auf Thermoplastlacke hin untersuchen.

Es wird teuer und ist mit viel Arbeit verbunden wenn sich Lacksysteme nicht vertragen.

Die US-typischen Thermoplast-Acryllacke (TPA) machen neuzeitlichen Lacksystemen das Leben schwer. Der Grund dafür ist, dass Thermoplastlack weich wird, wenn er sich erwärmt. Er beginnt bei höheren Temperaturen zu fließen und schließt so kleine Schäden. Daher auch der Name Reflow-Lack.

Der TPA wurde nach und nach durch fest aushärtende Lackierungen abgelöst.
Opel,GM,Ford, Fiat, Ferrari, Rolls-Royce ,Jaguar und ein paar andere Fahrzeughersteller verwendeten Thermoplastlacke bis in die achtziger Jahre.

TPA lackierte Fahrzeuge tragen meistens ein "A" vor dem Farbtoncode. Ein Drittel aller Reparaturen in den USA werden noch heute mit TPA durchgeführt. Thermoplastlacke lassen sich auch ohne staubfreie Spritzkabine verarbeiten, was ein Grund dafür ist, dass viele Garagenlackierer zu der veralteten Technologie greifen. Nach dem Trocknen erscheint die Lackierung matt, erst das feine an schleifen mit Schleifpapier und Polieren bringt den Glanz zum Vorschein. Doch Probleme entstehen, wenn über diesem Untergrund ein modernes Lacksystem Appliziert wird. Denn scheint die Sonne, erwärmt sich der TPA und dehnt sich aus. Wird es kälter schrumpft er wieder auf seine ursprüngliche Masse zusammen. Dieses hin und her ist unseren modernen 2K-Lacken zu viel: Es entstehen Risse und Abbplatzende Farbschollen. Hinzu kommen noch kleine Kratzer, die sich oft Zeit lassen, um sich sehen zu lassen.

Um zu erkennen, ob es sich um einen TPA handelt, reicht ein kurzes Reiben an einer unauffälligen Stelle mit einem in Nitroverdünnung getränkten Lappen. Färbt sich der Stoff, ist es ein TPA Lack. Thermoplastlacke sind nicht lösemittelbeständig, daher ist auch Vorsicht beim Tanken angesagt. Überlaufendes Benzin sollte schnellstens weggewischt werden.

Es gibt zwei Wege um ein TPA Fahrzeug lackieren zu lassen. Der sicherste Weg ist die mechanische Entfernung der oberen Lackschicht. Denn nur diese besitzt die thermoplastischen Eigenschaften. Du kannst die Grundierung und Füller auf dem Blech lassen. Zum Schleifen eignen sich grobe Papiere der Körnungen 80 bis 120. Schleifmaschinen sollten mit niedriger Drehzahl arbeiten, da sich sonst durch die Reibungswärme der TPA erhitzt und weich und klebrig wird.
Ein nach schleifen mit mindestens 240er oder feiner ist zu empfehlen

Hersteller von Autoreparaturlacken bieten spezielle Isolierfüller an,in der Regel einen 2 K EP Grundfüller welche den direkten Kontakt der beiden Lacke verhindern und eine gute Haftung besitzen. Es ergeben sich in der Praxis allerdings Probleme: Der Lackierer muss sehr sorgfältig Vorarbeiten, und darf die Isolierschicht nicht wieder durchschleifen.

In beiden Fällen folgt der anschließende Lackauftrag nach den üblichen Regeln. Wenn die alte TPA noch vorhanden ist, darf der neue Lack nur bei höchstens 50 Grad getrocknet werden.

Am einfachsten wäre eine neue Schicht Thermoplastlack zu spritzen, auf einen Thermolack, aber das scheint wenig sinnvoll, da TPA qualitativ schlechter und schwer erhältlich ist. Es kommt noch hinzu, dass Lackierer hierzulande kaum Erfahrung mit der Verarbeitung haben.
Holger
Diamant Boarder
Beiträge: 1775
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich
Letzte Änderung: 26.04.2010 18:27 von Holger.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#8240
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 9 Monaten Karma: 8
Sehr gut. Kriegstn Karma
admin
Admin
Beiträge: 151
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich Geburtstag: 03.10
Mal gucken obs läuft...
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#8255
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 9 Monaten Karma: 16
admin schrieb:
Sehr gut. Kriegstn Karma

Danke, der Beitrag ist aber schon etwas Älter und wurde von mir
in einem anderen Forum gepostet.

Aber hier passt es auch, auf Wunsch eines Bayrischen Users.
Holger
Diamant Boarder
Beiträge: 1775
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#14783
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 5 Monaten Karma: 12
Mal ne doofe Frage. Da in keinem bisher gefundenen Text davon die Rede ist:

Gibt es auch ein TPA Klarlack?

Hab hier nen Sonderfall. Einen Dodge Challenger. Lt. Vorbesitzer in Deutschland restauriert. Irgendwann in den 90gern.

Lösemitteltest war negativ, obwohl der Lack beim Schleifen anders riecht als die bisherigen ( ja ich weiß, keine qualifizierte Aussage ).

Jetzt hab ich gestern aber mit dem Heißluftfön die Kleber vom Kofferraumdeckel gemacht. Naja, kann hoffentlich an dem alten Lack liegen, aber der war sehr weich. Viel weicher als meiner Erfahrung nach ein moderner Lack werden kann. ( Bin mit der Metallspachtel drin stecken geblieben).

Ist der Lösemitteltest verbindlich oder gibts da noch ne andere Art bzw nen Lack "zwischendrin" der ebenfalls Probleme machen kann?


Hatten vor nem Monat n Auto von nem Kunden auf dem Hof, der den kurz vorher aus Amerika gekauft hatte. Da wurde mit neuem Lack über TPA lackiert.

Junge, das lässt Schläge wenn der reißt. Das habt ihr noch nicht gehört!
Gisela
Senior Boarder
Beiträge: 145
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#14784
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 5 Monaten Karma: 16
Moin Gisela.

Der TPA wurde "eigentlich" nicht in Deutschland verarbeitet, deshalb nannte man den Kram auch fast spöttisch USA Lack.

Es gibt den TPA auch als Klarlack.

Der Lösemitteltest ist schon recht Aussage fähig, nur wenn aber
unter dem Lack aus den 90ern doch TPA ist, bringt der Test nur bei einer an schliff Stelle, die durch die Lackschichten reicht etwas.
Das mit dem Föhn ist schon ein Zeichen dafür das unter der Lackierung etwas im Argen ist, also die sichere Seite wählen und runter bis zur Grundierung oder Metall (GFK)

Den Schleiftest kannst Du auch noch machen, man nimmt 240er oder 400 oder besser mal beide und schleift mit hoher Excenter Umdrehung, wenn sich kleine klebe Inseln bilden, ist der Lack sehr weich und "kann" dann auch TPA sein, kennst Du bestimmt wenn Du einen Säureprimer Trocken mit 800er oder auch 400er Nasspapier an schleifst.

Ach und das Knacken des Lackes beim Reißen oder auf Platzen
ist schon gespenstisch.
Holger
Diamant Boarder
Beiträge: 1775
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich
Letzte Änderung: 31.08.2010 17:40 von Holger.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#14785
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 5 Monaten Karma: 14
Ja wie?
Ist da durch einen anderen Lack soviel Spannung drauf das der richtig so schlagartig in grossen Flächen abplatzt undso?
michaelz
Platinum Boarder
Beiträge: 3643
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich Ort: Barntrup Geburtstag: 31.05
Komm vorbei, ich machs dir.

Wers nicht ausprobiert, weiss nicht was ihm um die Ohren geflogen wäre
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#14787
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 5 Monaten Karma: 16
michaelz schrieb:
Ja wie?
Ist da durch einen anderen Lack soviel Spannung drauf das der richtig so schlagartig in grossen Flächen abplatzt undso?


Ja genau, der Weichere Lack ist ja etwas Elastischer in dem Fall jetzt der TPA, der auch durch Wärme wieder sehr weich wird, wenn da jetzt ein Acryl drauf kommt der sich nicht in der Sonne so verhält, entstehen zwischen den Schichten regelrechte Spannungen und das kann schon mal richtig Knirschen oder sogar ein wenig Knallen wenn große Schollen ab platzen.
Holger
Diamant Boarder
Beiträge: 1775
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich
Letzte Änderung: 31.08.2010 17:48 von Holger.
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#14790
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 5 Monaten Karma: 14
Auch nich schlecht
Ich kenn das halt so das sich so "Inseln" bilden, von Rissen durchzogen halt. Oder ja, Schollen passt ganz gut.

Seh ich ab und zu bei lackierten Kunststoffteilen die mit Sprühdose son bisschen übergesprüht wurden. Aber die bilden sich so nach und nach denk ich mal.
michaelz
Platinum Boarder
Beiträge: 3643
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich Ort: Barntrup Geburtstag: 31.05
Letzte Änderung: 31.08.2010 18:09 von michaelz.
Komm vorbei, ich machs dir.

Wers nicht ausprobiert, weiss nicht was ihm um die Ohren geflogen wäre
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#14795
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 5 Monaten Karma: 27
ja, das sind dann die Schlaufüchse, die sowas machen. TPA, achwas, der muss nich runter, der wird mit Wasserfüller isioliert, gibt´s gaaaakeine Probleme mit....
AndreasV
Stil ist nicht das Ende des Besens!
Moderator
Beiträge: 9467
graph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
 Geschlecht: männlich
Unterdrücke niemals einen Furz! Er wandert am Rückgrat hoch ins Gehirn - und daher kommen dann deine scheiß Ideen...!
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
#14796
Aw: Thermoplast-Acryllacke vor 1 Jahr, 5 Monaten Karma: 16
Liegt auch schon mal am Untergrund, das Problem mit den Sprühdosen, da sind einfach zu viel Lösemittel drin, damit das Zeug einigermaßen aus dem Sprühkopf kommt und auch noch etwas Verlauf hat, tja und da löst sich auch schon mal ein guter Acryllack an. Wenn dann noch viel zu grob geschliffen wird und gleich volle Kanne drauf, gibt es schon mal diese hässlichen Flecken oder wie Wir sagen: Fehlstellen.
Holger
Diamant Boarder
Beiträge: 1775
graphgraph
Benutzer offline Hier klicken, um das Profil dieses Benutzers zu sehen
Geschlecht: männlich
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Zum Anfang gehenSeite: 123